Surrealisten
Salvador Dali

Salvador Felipe Jacinto Dalí wurde 1904 im katalonischenFigueres geboren. In den 30er Jahren war er die Hauptfigur des Surrealismus und zählt zu den bekanntesten Malern des 20. Jhds. Dali war nicht nur Maler und Grafiker, er beschäftigte sich mit der Bildhauerei, er schrieb Bilder und war Regisseur von einigen Filmen.
Bereits mit 14 Jahren hat er seine erste Ausstellung und entwickelt sich fortan zum exzentrischen Paranoiker. Er findet die bislang angewendeten Methoden der Surrealisten zu passiv und entwickelt seinen eigenen verblüffenden Stil. Sein maltechnisches Können setzt er ein, um „Die Welt des Unbewusstseins, die während unserer Träume zurückgeholt wird“, darzustellen. Er bedient sich systematischer Methoden und entdeckt den Fotorealismus für sich. Im Gegensatz zu der vorsichtigen Haltung der anderen Surrealisten provoziert Dali mit teilweise aufdringlichen Methoden und sorgt immer wieder für Gesprächsthemen, auch unter seinen Kollegen. Er ließt viel über die Krankheit Paranoia und behauptet, nach einigen Studien, sich in Wahn- und Rauschzustände versetzen zu können, und so auf Zeit seelisch zu erkranken. Auf diese Art hat er die Möglichkeit die unnormalen Seelenzustände zu verarbeiten und seine inneren Visionen photografisch abzumalen. Dali bezeichnet diese bewußte Manipulation des Unbewußten als „paranoisch-kritisch“ und plädiert für die vollständige Überschreitung der realen Welt.
Max Ernst

Der deutsche Künstler wurde 1891 in Brühl geboren und war erst Protagonist der Dada-Bewegung und später des Surrealismus. Er experimentierte gerne mit Material und entwickelte künstlerische Techniken, die später typisch für die surrealistische Kunstrichtung waren. Die Collage entstand durch die Inspiration aus nebeneinander aufgeführten Abbildungen von Gegenständen, in Katalogen.
Die Idee für die Frottage kam ihm in einem Moment „…gepackt von dem visuellen Zwang und der Irritation, die vom Anblick tausender von Kratzspuren auf den Fußbodendielen ausgingen. Ich entschloß mich, der Symbolik dieses zwanghaften Vorgangs nachzugehen und machte zur Unterstützung meiner meditativen und halluzinatorischen Fähigkeiten eine Reihe von Zeichnungen der Dielen. Dabei legte ich willkürlich Zeichenblätter auf den Boden und rieb mit der Bleistiftmine darüber. Beim Betrachten der so gewonnenen Zeichnungen, ihrer dunklen und dann wieder in zartem Halbschatten gehaltenen Partien, überraschte mich die jähe Intensivierung meiner visionären Fähigkeiten und die halluzinierende Folge widersprüchlicher Bilder, die sich mit einer Geschwindigkeit und Eindringlichkeit überlagerten, wie man es von Liebeserinnerungen kennt.” So entstand das Durchreibeverfahren, bei das Ausgangsmaterial durch zufällige und unbewußte Steuerung verändert werden kann. Ernst beschrieb dieses Verfahren, deswegen auch als „ecriture automatique“.
Später überführte er diese Technik auch auf die Bildende Kunst und nannte es Grattage. Dabei wird die Oberfläche eines, unter Papier oder Leinwand liegenden, Gegenstands mit Farbe übertragen.
Rene Magritte

René François Ghislain Magritte wurde im Jahre 1898 in Lessines, Belgien geboren. Er trat der surrealistischen Bewegung relativ spät bei. Dabei interessierten ihn weniger die malerischen Möglichkeiten das Unbewusste darzustellen. Er beschäftigte sich eher mit der Frage inwiefern ein Maler das Recht hat Elemente, dieser Welt willkürlich miteinander zu verbinden und dadurch eine zweite Wirklichkeit zu schaffen. Der Philosoph unter den Surrealisten ging bei der Entcodierung dieses Rätsels folgendermaßen vor: Er fasste einmal vermeintlich wesensfremde Dinge zusammen, oder er kombinierte scheinbar wesensfremde Elemente mit bestimmten Formen, wie beispielsweise die Gestalt eines Vogels, die aus den Objekten Himmel und Wolken besteht. Eine weitere Problematik stellte für Magritte das Verhältnis von tatsächlicher und gemalter Wirklichkeit dar. Diese drückte er durch das Malen von Gegenständen, mit nicht dazu passenden Bezeichnungen, so heißt das Bild mit einem Hut „Schnee“ und das mit einem Hammer „Wüste“. Der Hintergrund dieser Bildserien besteht auf dem Glaube, dass: “Ein Gegenstand hängt nicht so eng mit seinem Namen zusammen, dass man ihm nicht einen anderen, besser passenden beigeben könnte”. Letztendlich kam Magritte zu dem Entschluss, dass der Künstler frei mit den Elementen der Welt umgehen kann, denn die gemalte Wirklichkeit ist sowieso eine sekundäre Wirklichkeit.